Despeinada
Mit einer spontanen und authentischen Philosophie des Weinbaus gründeten Alex und Petra im Jahr 2016 das Weingut Finca La Despeinada im Weinbaugebiet Terra Alta im Westen Kataloniens. Alex stammt ursprünglich aus Frankreich, Petra aus Österreich. Die beiden erlernten ihr Handwerk bei ihrem Mentor Laureano Serres, bevor sie anschließend ihr eigenes Projekt in der Ortschaft Bot ins Leben riefen. Das Ziel des Paares ist es, das jeweilige Terroir unverfälscht und ehrlich in ihren Weinen zum Ausdruck zu bringen. Statt einer konstanten Stilistik suchen sie bewusst nach der Einzigartigkeit jedes einzelnen Jahrgangs.
Das Weingut Finca La Despeinada bewirtschaftet 2,5 Hektar Rebfläche, die mit den autochthonen Rebsorten Garnatxa Blanca, Garnatxa Negra, Macabeo, Garnatxa Peluda, Carinyena und Moscatel bepflanzt sind. Die bis zu 90 Jahre alten Rebstöcke wurzeln überwiegend in kalkhaltigen Böden, die in einigen Parzellen von Ton und in anderen vom charakteristischen Panal geprägt sind – einem Boden aus verdichtetem Sand mit einem hohen Anteil an fossilen Meeresablagerungen. Das Klima ist zugleich kühl und mediterran und zeichnet sich durch die ständige Präsenz von Meeresbrisen sowie ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht aus. Sämtliche Arbeiten im Weinberg werden von Hand ausgeführt, während die alkoholische Gärung ausschließlich dank der natürlichen, auf den Trauben vorhandenen Wildhefen spontan erfolgt. Für Vinifikation und Ausbau kommen Edelstahltanks oder Amphoren zum Einsatz. Im Keller wird vollständig auf önologische Hilfsmittel und Zusatzstoffe sowie auf Schönung, Filtration und Schwefelung verzichtet.
Das charakteristische Merkmal der Weine von Finca La Despeinada ist die Einzigartigkeit jeder einzelnen Flasche, die sich von Jahr zu Jahr verändert und den jeweiligen Jahrgang authentisch widerspiegelt. Ein weiterer roter Faden der Produktion sind die ausgeprägte Salzigkeit und die lebendige Frische, Eigenschaften, die sowohl die Weiß-, Rot- als auch Orange-Weine des Weinguts prägen. Leider werden sie jedes Jahr nur in sehr kleinen Mengen produziert.




